Fiat vs Krypto: Was kann Dein Geld eigentlich?

Fiat vs Krypto: Was kann Dein Geld eigentlich?

Fiat vs Krypto klingt nach Streit unter Nerds. In Wahrheit geht es um eine ganz alltägliche Frage: Was kann Dein Geld?

Dass Du damit bezahlst, weisst Du längst. Ich zahle sogar fast immer bar. Aber kann Dein Geld auch seinen Wert behalten? Kann es wachsen? Und wer hat darüber die Kontrolle?

Vielleicht kennst Du das. Du schaust auf Dein Konto, die Zahl sieht okay aus. Dann stehst Du im Supermarkt und fragst Dich: Wieso kostet das schon wieder mehr?

Genau da fängt dieser Artikel an. Ich erkläre Dir Fiat vs Krypto so, wie ich es einer Freundin am Küchentisch erklären würde. Ohne Fachchinesisch und ohne das Versprechen, dass Du morgen reich bist.

Roter-Faden-fiat-krypto

Mein roter Faden: Informiere Dich selbst und übernimm die Kontrolle über Dein Geld. Eigenverantwortung ist für mich der Kern von allem.

Eine Sache vorab: Ich bin keine Finanzberaterin. Das hier ist keine Anlageberatung, sondern mein Weg und meine Sicht. Setze nur Geld ein, das Du wirklich entbehren kannst.

Fiat: Dein Zahlungsmittel für den Alltag

Fiat kommt aus dem Lateinischen und heisst sinngemäss: Es werde. Fiat-Geld ist Geld, das nur deshalb etwas wert ist, weil ein Staat es zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt. Euro, Franken und Dollar sind Fiat-Geld.

Mit Fiat bezahlst Du Miete, Einkauf und Kaffee. Ob bar, mit Karte oder per Überweisung. Früher war Geld an Gold gebunden. Im Jahr 1971 haben die USA diese Bindung für den Dollar beendet. Seitdem ist Geld im Kern ein Versprechen: Alle akzeptieren es, also funktioniert es.

Was Fiat kann

In diesem Fall ist Fiat kein Auto 😅
Im Alltag ist Fiat unschlagbar. Du zahlst damit überall. Die Preise sind kurzfristig stabil. Und auf Bankkonten schützt Dich bis zu einer gewissen Grenze die Einlagensicherung (wobei diese zu überprüfen ist, denn das Versprechen ist auch nur begrenzt einhaltbar).

Als Zahlungsmittel brauchst Du (aktuell noch) Fiat, daran ändert auch der beste Krypto-Hype nichts.

Fiatgeld ist kein Auto-marysworldone

Wo die Grenze von Fiat liegt

Über die Menge an Fiat-Geld entscheiden zentrale Stellen wie Zentralbanken und Staaten. Du hast darauf keinen Einfluss. Wird mehr Geld geschaffen, aber nicht mehr Ware, steigen die Preise. Das nennt man Inflation. Die Europäische Zentralbank peilt etwa zwei Prozent pro Jahr an.

Zwei Prozent klingen harmlos. Über Jahre sind sie es nicht.

Wusstest Du? Bei zwei Prozent Inflation sind Deine 100 Euro in 20 Jahren nur noch gut 67 Euro an Kaufkraft wert. Das ist rund ein Drittel weniger, ohne dass auf Deinem Konto auch nur ein Cent fehlt.

Fiat ist also ein starkes Zahlungsmittel, aber kein verlässlicher Wertspeicher. Deshalb lohnt es sich zu fragen, wo Dein Geld seinen Wert behält.

Krypto ist ein grosses Wort: Bitcoin, Projekte und Stablecoins

Unter Krypto steckt sehr Unterschiedliches. Für mich gibt es drei Gruppen, und die sollte man nicht in einen Topf werfen.

Bitcoin: der Platzhirsch

Bitcoin ist die älteste und bekannteste Kryptowährung, gestartet im Jahr 2009. Es kann nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Diese Grenze steckt fest im Programmcode. Niemand kann Bitcoin nachdrucken, anders als Euro.

Ich sehe Bitcoin als Wertspeicher. Und Bitcoin wird dezentral verwaltet: Keine Zentralbank und kein Staat entscheidet allein darüber. Du kannst Deine Bitcoin sogar selbst verwahren und so die Kontrolle übernehmen.

Platzhirsch-btc-marysworldone

Genau das ist meine Idee von Eigenverantwortung: Du informierst Dich selbst und übernimmst die Kontrolle. Das bietet Bitcoin in meinen Augen am klarsten. Bei vielen kleinen Projekten steuern dagegen oft Firmen oder kleine Gruppen.

Andere Coins und Token: Projekte

Neben Bitcoin gibt es tausende weitere Coins und Token, oft Altcoins genannt. Ich sehe sie als Projekte. Jedes hat eine eigene Idee, ein eigenes Team und ein eigenes Risiko. Manche haben echten Nutzen, viele werden wertlos.

Bei Projekten gilt deshalb: Prüfe jedes einzeln und verlass Dich nie auf einen Hype.

Stablecoins: digitaler Dollar

Stablecoins sind digitale Coins, deren Wert an eine klassische Währung gekoppelt ist, meist an den US-Dollar. Ein Coin soll immer etwa einen Dollar wert sein. Man kann sie sich als Fiat in digitaler Form vorstellen.

Ausgegeben werden sie von privaten Firmen, die dafür Reserven halten sollen. Das Risiko: Die Kopplung kann reissen. Der Stablecoin TerraUSD hat 2022 innerhalb weniger Tage seine Dollar-Bindung verloren.

Kann ich mit Bitcoin bezahlen?

Ja, aber nicht direkt im Alltag. Meist läuft es über eine Umwandlung, und das braucht etwas Erklärung. (Dazu können wir gern sprechen)

Was Du über die Kursschwankung wissen solltest

Auch Bitcoin schwankt stark. Im Herbst 2021 lag der Kurs bei fast 69.000 Dollar, ein Jahr später bei rund 16.000 Dollar. Das ist ein Minus von etwa drei Vierteln. Im November 2022 ging dann die Krypto-Börse FTX pleite, viele Kunden verloren ihr Geld.

Wusstest Du? Wer im Hoch Bitcoin im Wert von 1.000 Euro gekauft hatte, hatte ein Jahr später nur noch gut 200 Euro. Auf dem Papier, aber trotzdem.

Deshalb: Informiere Dich selbst und setze nur ein, was Du verschmerzen kannst. Bei einzelnen Projekten kann sogar ein Totalverlust dazu kommen.

Gold: der Klassiker unter den Wertspeichern

Gold gilt seit Jahrtausenden als Wertspeicher. Niemand kann es drucken. Du kannst es anfassen. Und es verfällt nicht.

Gold zahlt allerdings keine Zinsen und keine Dividenden. Sein Preis schwankt auch, meist aber weniger heftig als bei Krypto. Dazu kommen Kosten: Beim Kauf gibt es einen Aufschlag, und die Lagerung muss sicher sein.

Genau deshalb lohnt es sich, den Aufschlag zu vergleichen. Ich kaufe mein Gold mit Rabatt über einen Partner (ohne Zusatzkosten 😉).

Mein Portfolio, das ich nicht anfasse

Ich habe mir ein kleines Portfolio gebaut, das ich bewusst nicht anfasse. Es besteht hauptsächlich aus Gold, gekauft mit Rabatt, und aus ein paar Krypto-Projekten. (Welche, verrate ich Dir auf Anfrage.)

Nicht anfassen heisst: Kein Kurs-Gucken jede Stunde. Kein Panikverkauf. Es liegt da und arbeitet leise im Hintergrund( ich schaue natürlich schon, weil mich mittlerweile der Verlauf interessiert). Mein Alltag läuft über ganz normales Geld und eine solide Reserve. Aber dazu gleich mehr.

Fiat vs Krypto im Vergleich: Wer kann was?

Die ehrliche Antwort: Jeder kann etwas anderes. Fiat, Gold und Bitcoin haben verschiedene Aufgaben.

Fiat (Euro, Franken)GoldBitcoin (BTC)
Zahlungsmittel im AlltagZahlst Du überall, bar oder digitalKaum nutzbarNicht direkt, aber über Umwandlung nutzbar
WertspeicherVerliert langfristig durch Inflation KaufkraftSeit Jahrtausenden bewährtAus meiner Sicht ja, mit starken Kursschwankungen
MengeKann ausgeweitet werdenBegrenzt, muss gefördert werdenMaximal 21 Millionen
VerwaltungZentral, durch Zentralbank und StaatPhysisch, Du lagerst es selbst oder lässt es lagernDezentral, Du kannst selbst die Kontrolle übernehmen
KursschwankungGeringMittelSehr hoch
Laufende ErträgeZinsen möglichKeine, Gewinn nur über den PreisKeine, Gewinn nur über den Preis
AufwandGeringAufschlag und LagerungGebühren und sichere Verwahrung

Zur Zeile Erträge: Laufende Erträge sind Zinsen oder Dividenden, die Dein Geld regelmässig einbringt, wie beim Tagesgeld. Gold und Bitcoin zahlen so etwas nicht. Du verdienst nur, wenn der Preis steigt. (Aktuell bei einem Jahr Haltefrist in Deutschland, keine Zusatzkosten – für genauere Informationen empfiehlt es sich einen Steuerberater hinzuzuziehen)

Die Tabelle zeigt es: Fiat ist Dein Zahlungsmittel für den Alltag. Gold und Bitcoin sind Wertspeicher, jedes auf seine Art.

Für wen passt was?

Für Miete, Einkauf und Kaffee brauchst Du Fiat. Das ist keine Frage. Wenn Du Dein Erspartes vor schleichender Inflation schützen willst, lohnt ein Blick auf Gold. Und wenn Du Dich selbst informieren und Verantwortung für Dein Geld übernehmen willst, lohnt sich ein Blick auf Bitcoin.

Krypto lernst Du nicht allein aus Büchern. Das Handling geht schlecht ohne Aktion: Wie tausche ich Fiat in einen Stablecoin? Wie wird daraus Bitcoin? Und wo verwahre ich ihn sicher? Das ist wie Schwimmen ohne Wasser. Erst im Wasser merkst Du, wie es sich anfühlt, und kannst Dich Schritt für Schritt verbessern. Fang deshalb mit einem kleinen Betrag an, den Du verschmerzen kannst. Spring nicht gleich in den Drei-Meter-Pool. Steh erst im flachen Wasser, damit Du bei Bedarf schnell zurück an den Strand oder ans Ufer kommst. Wie das Tauschen und Verwahren genau funktioniert, erkläre ich Dir in eigenen Beiträgen.

Der Notgroschen ist dabei Dein Strand. Er bleibt wichtig. Aber ohne ein bisschen Wasser lernst Du nie, wie es sich anfühlt.

Vorsicht ist geboten, wenn Du Schulden mit hohen Zinsen hast oder das Geld in den nächsten Jahren brauchst.

Meine fünf Töpfe

Das Modell mit fünf Töpfen kenne ich von der PJM Academy und ich finde es sehr hilfreich.

  1. 60 % Leben und Alltag: Miete, Einkauf, alles, was laufend anfällt.
  2. 10 % Anschaffungen und Notgroschen: Dein Strand, bleibt in Fiat und sofort verfügbar.
  3. 10 % Bildung und Spass: Weiterbildung und Dinge, die Freude machen.
  4. 10 % Spenden: Etwas zurückgeben.
  5. 10 % Invest, Chancen und Sparen: Hier testest Du Gold und Bitcoin im flachen Wasser.

Die Prozente sind Richtwerte, keine Pflicht. Pass sie an Dein Leben an.

Wie Du Deinen Notgroschen aufbaust und Deine Finanzen einmal sauber durchcheckst, zeige ich Dir beim nächsten Mal.

Wenn Du Dich tiefer einlesen willst, mag ich Bücher zum Thema Geld-Mindset, zum Beispiel die, die ich hier schon empfohlen habe

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Die vier häufigsten Fehler bei Fiat vs Krypto

Die meisten Fehler passieren nicht aus Dummheit, sondern aus Hektik. Hier sind die Klassiker, die Du Dir sparen kannst.

Fehler 1: Alles auf eine Karte setzen

Wer sein ganzes Geld in Krypto steckt, hängt an einem einzigen Kurs. Verteile lieber. Fiat für den Alltag, eine Reserve für Notfälle und nur ein kleiner Teil für Chancen. Das nimmt Dir den Druck.

Fehler 2: Aus Angst, etwas zu verpassen, kaufen

Wenn plötzlich alle über einen Kurs sprechen, ist es meist schon spät. Dieses Gefühl nennt man FOMO. Kauf nie, weil jemand auf Social Media jubelt. Kauf nur, wenn Du es verstanden hast.

Fehler 3: Gleich ins tiefe Becken springen

Nicht einsteigen ist auch ein Fehler, denn schwimmen lernst Du nur im Wasser. Aber starte klein. Ein Betrag, den Du verschmerzen kannst, reicht für den Anfang. Und lass Deinen Strand nicht aus den Augen: Ein Notgroschen sorgt dafür, dass Du bei einem Kurssturz nicht in Panik verkaufst. (Manchmal sind das die grössten Chancen 😅)

Fehler 4: Zugangsdaten schlampig behandeln

Bei Krypto gibt es keine Hotline, die Dein Passwort zurücksetzt. Das ist die Kehrseite der Kontrolle: Du trägst die Verantwortung. Gehen Zugangsdaten verloren, ist das Geld oft weg. Schreib sie Dir auf Papier auf und bewahre sie sicher auf. Teile sie mit niemandem, auch nicht mit netten Fremden, die Dir Gewinne versprechen. Fotografiere sie auch nicht oder kopiere sie gar irgendwo hin. Deine Seedphrase (12 oder 24 Worte) ist DEIN Schlüssel in Dein Wallet.

Wenn Du diese vier Fehler vermeidest, bist Du den meisten Einsteigern schon einen Schritt voraus.

Häufige Fragen zu Fiat vs Krypto

Ist Krypto nur Zocken?

Die Sorge ist berechtigt. Viele Projekte sind reine Spekulation, und manche sind Betrug. Es hilft, zwischen Bitcoin und tausenden kleinen Projekten zu unterscheiden. Je kleiner und unbekannter ein Projekt, desto höher das Risiko. Mein Tipp: Informiere Dich, bevor Du einen Cent einsetzt. Und setze nur das ein, was Du verschmerzen kannst.

Wie viel Geld sollte ich in Gold und Krypto stecken?

Dafür gibt es keine Zahl, die für alle passt. Das hängt von Deinem Einkommen, Deinen Zielen und Deinem Schlaf ab. 😉 ernsthaft: Wenn Du nachts wegen der Kurse wach liegst, ist es zu viel. Ein kleiner Teil, den Du im Zweifel verlieren kannst, ist der sinnvolle Rahmen. Für eine persönliche Antwort sprichst Du am besten mit einer unabhängigen Finanzberatung, oder Du machst Dich in Netzwerken auf die Suche und ich habe natürlich auch ein paar Empfehlungen im Repertoire.

Kann ich mein Gold oder meine Krypto auch verlieren?

Ja. Bei Gold musst Du Dich um sichere Lagerung kümmern. Bei Krypto kommt es auf die sichere Verwahrung an. Wenn Du selbst die Kontrolle hast, trägst Du auch selbst die Verantwortung. Wer seine Zugangsdaten verliert oder einer unseriösen Börse vertraut, kann alles verlieren. Der FTX-Fall hat das 2022 eindrucksvoll gezeigt. Nutze deshalb nur Anbieter, die Du prüfen kannst, und schreib Dir Deine Zugangsdaten sicher auf (s.o.).

Reicht es nicht, mein Geld einfach aufs Sparkonto zu legen?

Für Deinen Notgroschen ist das genau richtig. Dort zählt, dass das Geld sofort verfügbar ist. Für langfristiges Geld reicht es oft nicht, weil die Inflation Deine Kaufkraft Stück für Stück auffrisst. Ob Zinsen die Inflation ausgleichen, siehst Du an den aktuellen Zahlen. Vergleiche beides, bevor Du entscheidest.

Fazit: Fiat vs Krypto ist kein Duell, sondern ein Team

Fiat vs Krypto klingt nach Kampf. In Wahrheit hat jedes seine Aufgabe. Fiat ist Dein Zahlungsmittel für den Alltag. Gold und Bitcoin sind Wertspeicher, jedes auf seine Art.

Mein roter Faden bleibt: Informiere Dich selbst und übernimm die Kontrolle. Für mich sind dezentrale Systeme die Zukunft, auch wenn der Weg dahin schwankt und etwas widrig erscheint. Fang klein an, bleib im flachen Wasser und behalte Deinen Strand, also Deinen Notgroschen, im Blick.

Du musst kein Finanzprofi werden. Aber Du darfst aufhören, einfach nur zu hoffen oder Dich auf andere zu verlassen. Mach heute den ersten Schritt und lies Dich in das Thema ein 📚 oder recherchiere (mich darfst Du natürlich auch fragen) Das glaubt mir keiner, aber seitdem ich mich mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, schlafe ich wirklich ruhiger. 🌟

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung durch Affiliate-Links und ist keine Anlageberatung. Kurse können stark schwanken, ein Totalverlust ist möglich.

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