Warum Stricken, Häkeln und Nähen plötzlich wieder richtig Spass machen 🧶✂️❤️. Es ist Kreativität, Entspannung, Selbstverwirklichung und manchmal auch eine ziemlich gute Therapie gegen den ganz normalen Wahnsinn. 😄
Und ich muss zugeben: Bei mir hat es ziemlich lange gedauert, bis ich das wieder entdeckt habe. Denn meine Strick- und Häkelsachen hatten jahrelang ein ziemlich trauriges Dasein. Sie lagen in Kartons, im Kleiderzimmer, schön ordentlich verstaut, und vermutlich mit der leisen Hoffnung, irgendwann doch noch einmal gebraucht zu werden.
Meine Nähmaschine hatte es da etwas besser. Genäht hatte ich immer mal wieder, ich liebe schöne Stoffe, besondere Designs, hochwertige Garne, Wolle und natürlich auch das passende Zubehör. Als bekennender Qualitätsjunkie kann ich mich durchaus länger als nötig mit einer schönen Schere, einem tollen Garn oder einer besonders praktischen Nähmaschine beschäftigen. 😂 Meine Nähmaschine stammt übrigens vom Hamburger Nähmaschinen-Haus in der Lange Reihe 61 in Hamburg. Das traditionsreiche Fachgeschäft gibt es bereits seit über 70 Jahren und bietet neben Nähmaschinen auch Zubehör, Werkstatt, Beratung und Kreativ-Nähkurse an.
Aber Stricken? Häkeln? Ach ja… das war irgendwie eingeschlafen. Bis Frankreich kam.🧶
Wie ein Knäuel Wolle alles wieder ins Rollen brachte
Vor ungefähr fünf Jahren verbrachte ich einmal wieder einige Monate in Frankreich, damals in der Normandie. Und natürlich passierte mir dort genau das, was mir wahrscheinlich nur passieren kann, wenn ich eigentlich gar nichts kaufen möchte: Ich kam an einem Wollgeschäft vorbei. Nur mal gucken. Klar. 😂
Wer selbst mit Wolle arbeitet, weiss natürlich, dass „nur mal gucken“ ungefähr genauso realistisch ist wie „Ich gehe nur kurz zu IKEA und brauche wirklich nichts“. Ich betrat also diesen kleinen Woll-Laden und sah diese wunderschönen Garne. Ihr kennt das vielleicht: Manche Wolle ist einfach nur Wolle. Und manche Wolle sagt: „Nimm mich. Du brauchst mich. Du weisst zwar noch nicht wofür, aber das wird schon.“
Ich war zu diesem Zeitpunkt allerdings ziemlich raus aus dem Thema Stricken und Handarbeiten und hatte überhaupt keinen Plan, was ich aus einem „besonders schönen Knäuel“ machen sollte. Das Einzige, was mir einfiel, waren Handstulpen. Also gut, Handstulpen. Der nächste Winter kommt. Gesagt, getan. Und tatsächlich: Ich hatte wieder etwas gestrickt. Das war noch kein grosses Comeback, aber immerhin der Anfang.
❤️ Zurück in Hamburg: Dann kam Birgit
Wieder zuhause in Hamburg nahm ich an einem Kunsthandwerkermarkt teil. Ich hatte dort meinen selbstgearbeiteten Schmuck aus Edelsteinen und meine eigens kreierten und genähten Pompadoure dabei. Und dann traf ich Birgit. Und Birgit hatte Wolle. Nicht einfach Wolle, diese Wolle: ColorFairy, handgefärbt, wunderschön, besonders und mit Farben, bei denen mein kleines Qualitätsjunkie-Herz sofort schneller schlug.

Ich war so begeistert, dass ich Birgit vermutlich innerhalb kürzester Zeit Löcher in den Bauch gefragt habe. Was kann ich daraus machen? Wie viel brauche ich? Welche Nadel, welche Technik, welches Garn? Und vor allem: Was mache ich, damit das Zeug nicht wieder in einem Karton im Kleiderzimmer landet? Denn genau davor hatte ich Angst.
Birgit erklärte mir alles mit einer solchen Gelassenheit, dass ich irgendwann fast bereit war, ihren kompletten Stand zu kaufen. Oh mein Gott. Vielleicht kennt Ihr dieses Gefühl: Jemand erzählt so begeistert von seinem Thema, dass man plötzlich überzeugt ist, man müsse das jetzt auch unbedingt können.
Mein erstes Dreieckstuch 🧶
Birgit schlug mir zunächst ein Dreieckstuch vor. Einfach, überschaubar und trotzdem etwas Besonderes. Wir entschieden uns für eine sehr feine Mohair-Melange in Pink mit grauen Flecken und einem wunderschönen Farbverlauf. Ich dachte mir, das wird nie im Leben fertig, das ist so ein dünner Faden.
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Ich fing an, und siehe da: Es funktionierte. Das Tuch wuchs, Masche für Masche, und irgendwann stellte ich fest, dass mir das Stricken wieder richtig Spass machte. Noch besser: Es entspannte mich. Nach einem langen Tag auf dem Sofa zu sitzen, die Nadeln in der Hand zu halten und einfach Reihe für Reihe zu stricken, hatte plötzlich etwas unglaublich Beruhigendes. Also machte ich das Tuch noch einmal, in Gelb. Warum auch nicht? 😄Zusammen getragen würden sie noch besser aussehen.
😳 „Das kannst Du auch!“ – Der Raglan-Wahnsinn beginnt
Und dann kam der Moment, an dem Birgit vermutlich mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten hatte als ich selbst. Ich bewunderte ihre selbstgestrickten Pullover, wunderschöne Modelle, tolle Farben, perfekte Passformen und ihre wahnsinns Motive. Ich sagte: „Das kann ich niemals.“ Birgit sagte: „Doch. Das kannst Du auch.“ Ich dachte: Never ever. 😂

Wir freundeten uns an und diskutierten immer wieder über Möglichkeiten, Farben und meine Wünsche. Irgendwann sagte ich: „Ich möchte einen Raglan.“ Birgit: „Okay, zeige ich Dir.“ Und plötzlich wurde es ernst.
Ich kaufte mehrere Farben in einer feinen Qualität und begann mein persönliches Grossprojekt. Dieser Pullover sollte mich ganze zwei Jahre begleiten. Zwei Jahre! Wir brauchten beide vermutlich zwischendurch einige Nerven, wobei Birgit die Gelassenheit in Person blieb. Ich eher nicht immer. Aber irgendwann war er fertig: mein erster selbstgestrickter Raglanpullover mit bunten Blockstreifen. Und ich war tatsächlich stolz wie Bolle. Ich hatte etwas gemacht, von dem ich zwei Jahre vorher noch überzeugt gewesen war, dass ich es niemals schaffen würde.
Und genau das ist vielleicht eine der schönsten Seiten von DIY Handarbeit: Du unterschätzt Dich am Anfang. Und dann überrascht Du Dich selbst.
☀️ Häkeln kam natürlich auch wieder dazu
Während das Strickprojekt langsam wuchs, bekam auch das Häkeln wieder einen Platz in meinem Leben. Es gab ja während des Strickens, des Pullovers viele Pausen. Ich entschloss mich, mir ein Sommertop zu häkeln, Baumwolle hatte ich natürlich noch. Warum? Weil ich offenbar schon damals wusste (vor 20 Jahren), dass ich irgendwann wieder häkeln würde. 😂
Ich legte einfach los und begann zu experimentieren. Kein perfekter Masterplan, keine komplizierte Strategie, einfach ausprobieren. Das Ergebnis wurde ein richtig schönes Sommertop. Und genau das liebe ich am Häkeln: Du kannst mit einer Idee anfangen und während des Prozesses entscheiden, wohin die Reise geht.
Granny Squares, Handarbeitsgruppen und ein bisschen Frankreich
Birgit hatte ausserdem eine Handarbeitsgruppe, in der ich gelegentlich vorbeischaute und immer wieder Neues lernte. Eines Tages sah ich bei einer Frau eine wunderschöne Granny-Square-Tasche, weiss, mit roten Herzen. Mein Gedanke? Die will ich auch. Gesagt, getan, natürlich. 😄
Vor ungefähr drei Jahren verschlug es mich dann für einen Sommer an die Rhône. Und was finde ich dort? Eine Handarbeitsgruppe, schon wieder. Neben der französischen Sprache lernte ich dort also auch jede Menge über Handarbeit. Genau diese Gruppen haben mir gezeigt, wie schön es sein kann, gemeinsam kreativ zu sein: Man tauscht Ideen aus, man hilft sich, man zeigt sich neue Techniken, man lacht über Fehler. Und manchmal sagt jemand: „Mach einfach weiter.“ Dieser Satz kann beim Stricken übrigens genauso hilfreich sein wie im Leben.

😳 Von „Ich kann das nicht“ zu drei Raglanjacken
Wenn ich heute zurückblicke, kann ich es selbst kaum glauben. Im vorletzten Jahr habe ich mindestens vier Teile gearbeitet, im letzten Jahr waren es sogar sechs: drei Strickjacken, zwei davon mit Raglan, zwei Shirts, ein Pullover und ausserdem ein riesiges Granny Square für den Winter.
Ich meine… wer bin ich eigentlich? 😂 Die Frau, deren Wolle jahrelang in Kartons im Kleiderzimmer lag? Offensichtlich nicht mehr. Heute gibt es eigentlich immer mindestens ein Häkelprojekt und ein Strickprojekt. Sonst wird es ja langweilig.
❤️ DIY Handarbeit bedeutet für mich heute: Freiheit statt Perfektion
Was sich für mich verändert hat, ist nicht nur meine Technik, es ist meine Einstellung. Früher dachte ich bei Handarbeit schnell: „Das muss ich können.“ Heute denke ich eher: „Ich probiere es einfach aus.“ Und das ist ein gewaltiger Unterschied.
Natürlich geht etwas schief. Eine Masche verschwindet, eine Reihe sieht plötzlich irgendwie komisch aus, ein Teil wird vielleicht anders als geplant. Und manchmal sitzt man davor und denkt: Oh mein Gott, was habe ich da gemacht? Aber genau darin liegt der Charme. DIY muss nicht perfekt sein. Es muss Deins sein.
✂️ Nähen, Upcycling und Kleidung selber machen
Und natürlich bleibt auch das Nähen ein Teil meiner DIY Welt. Zwischendurch modifiziere ich vorhandene Kleidungsstücke, verändere Schnitte oder nähe etwas komplett neu. Gerade weil ich seit vielen Jahren als Personal Stylist arbeite, fasziniert mich die Verbindung zwischen Mode, Material, Farbe und Persönlichkeit.
Ich entscheide über Form, Farben und insbesondere die Qualität 🧡
Ein Kleidungsstück muss für mich nicht einfach nur funktionieren. Es darf Charakter haben, es darf besonders sein. Und wenn ich es selbst gemacht oder verändert habe, bekommt es noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Aus einem Kleidungsstück wird plötzlich ein Einzelstück. Und genau deshalb finde ich DIY Handarbeit auch so spannend für alle, die Mode lieben: Du kannst Deinen eigenen Stil tatsächlich selbst gestalten.
😄 Meine kleine Handarbeitsausrüstung wächst natürlich mit
Natürlich blieb es nicht bei Wolle und Nadeln. Meine Ausstattung wächst und wächst. Inzwischen gibt es:
🧶 verschiedene Stricknadeln 🧶 ein Stricknadelset 🧶 mehrere Häkelnadeln ✂️ gute Scheren 🔍 eine Lupe 💡 zusätzliche Beleuchtung 🧵 verschiedene Garne 📏 Zubehör für Stricken, Häkeln und Nähen 🧺 und natürlich jede Menge Projekte
Das Schöne ist: Alles befindet sich inzwischen direkt am Sofa. Sehr praktisch, sehr gemütlich, und vermutlich der beste Beweis dafür, dass aus einem ehemaligen Karton-Hobby tatsächlich eine echte Leidenschaft geworden ist.
Natürlich findest Du bei mir auch immer wieder schöne Arbeitsmittel und Zubehör, die ich selbst interessant finde und die ich über Affiliate-Links, unter anderem von Amazon, empfehlen kann. Denn wenn ich schon etwas selber mache, darf das Werkzeug dafür bitte auch schön sein. Qualitätsjunkie bleibt Qualitätsjunkie. 😄
🌱 Warum Du mit DIY Handarbeit einfach anfangen solltest
Wenn Du jetzt denkst: „Ich würde ja gerne stricken oder häkeln, aber ich habe keine Zeit“, dann verstehe ich Dich, wir alle haben genug zu tun. Aber vielleicht muss DIY Handarbeit gar kein neues Grossprojekt werden. Du musst nicht sofort einen Pullover stricken, Du kannst mit einem kleinen Projekt beginnen.
Meine Empfehlung für Deinen Einstieg:
Beim Stricken: 🧶 ein kleines Tuch, eine Mütze oder ein Paar Handstulpen
Beim Häkeln: 🧶 ein Granny Square, eine kleine Tasche oder ein Sommertop
Beim Nähen: ✂️ ein Kissen, eine einfache Tasche oder die Veränderung eines vorhandenen Kleidungsstücks
Und vor allem: Mach es nicht perfekt. Mach es einfach. Denn das nächste Projekt kommt sowieso.
✨ DIY Handarbeit ist mehr als ein Hobby
Stricken, Häkeln und Nähen sehe ich nicht nur als klassisches Handarbeiten. Für mich ist es eine Mischung aus Kreativität, Mode, Entspannung und persönlichem Ausdruck. Ich kann Farben auswählen, Materialien fühlen, etwas ausprobieren, etwas verändern. Und am Ende halte ich ein echtes Ergebnis in den Händen, etwas, das vorher nicht existiert hat. Das finde ich ziemlich grossartig.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum DIY Handarbeit gerade wieder so viel Spass macht. Nicht, weil wir alle plötzlich wieder Oma spielen wollen. Sondern weil es unglaublich gut tut, selbst etwas zu erschaffen. Mit den eigenen Händen, im eigenen Tempo, nach den eigenen Vorstellungen. Und manchmal sogar mit einem Ergebnis, bei dem man sich selbst denkt: „Das habe ich wirklich gemacht?“ Ja. Hast Du.
Und genau deshalb gibt es bei mir inzwischen immer ein Strick- und ein Häkelprojekt. Denn man weiss ja nie. Vielleicht entsteht daraus irgendwann noch die nächste verrückte Idee. Eine Tasche? Ein Mantel? Ein neuer Raglan-Pulli? Oder vielleicht einfach nur ein weiteres wunderschönes Knäuel Wolle, das mich aus dem Wollgeschäft heraus anlacht. Ich kenne mich. 😂🧶
❓ Häufige Fragen zu DIY Handarbeit
Was gehört alles zu DIY Handarbeit? DIY Handarbeit umfasst viele kreative Techniken. Dazu gehören unter anderem Stricken, Häkeln, Nähen, Sticken, Weben, Patchwork, Upcycling und weitere textile Handarbeiten.
Ist Stricken für Anfänger schwierig? Nein. Du solltest allerdings mit einem einfachen Projekt starten. Ein kleines Tuch, Stirnband oder Handstulpen sind gute Möglichkeiten, um erste Erfahrungen zu sammeln.
Was ist einfacher: Stricken oder Häkeln? Das ist sehr individuell. Viele empfinden Häkeln am Anfang als etwas leichter, weil nur mit einer Nadel gearbeitet wird. Beim Stricken kannst Du dafür wunderschöne Kleidungsstücke wie Pullover und Strickjacken herstellen.
Kann man Kleidung selber machen? Auf jeden Fall. Du kannst Kleidung nähen, stricken oder häkeln und bestehende Kleidungsstücke verändern oder aufwerten. Gerade beim DIY kannst Du Farben, Materialien und Passformen Deinem persönlichen Stil anpassen.
Welche Ausstattung brauche ich für DIY Handarbeit? Für den Anfang brauchst Du erstaunlich wenig: passende Nadeln oder eine Häkelnadel, Garn oder Wolle, eine Schere und eine Anleitung. Mit der Zeit kommen natürlich immer mehr schöne Werkzeuge und Materialien dazu.
🧶❤️ Mein Fazit: Fang einfach an!
Vielleicht liegt bei Dir gerade auch irgendwo eine Kiste, mit Wolle, Stoffen, Nadeln oder einer Nähmaschine. Und vielleicht hast Du sie genauso lange ignoriert wie ich meine. Dann ist jetzt vielleicht der richtige Moment, sie wieder herauszuholen.
Du musst keinen Pullover stricken. Du musst keine perfekte Tasche nähen. Du musst auch kein Häkelprofi werden. Such Dir ein kleines Projekt aus, nimm ein schönes Garn, mach Dir einen Kaffee, setz Dich aufs Sofa. Und fang einfach an. Denn manchmal braucht es gar nicht viel, um etwas Neues wiederzuentdecken.
Bei mir war es ein kleines Wollgeschäft in der Normandie. Ein besonderes Knäuel. Ein Paar Handstulpen. Und später eine Frau namens Birgit, die mir irgendwann ziemlich selbstverständlich sagte: „Das kannst Du auch.“ Heute weiss ich: Sie hatte recht. ❤️
Und wer weiss… vielleicht sitzt Du gerade mit Deiner ersten Häkelnadel oder Deinen ersten Stricknadeln da und denkst: „Das soll ich wirklich können?“ Meine Antwort kennst Du ja.
Du kannst. Fang einfach an. 🧶✨




